Shapovalov mit Volltreffer

Autsch! Das tat weh!! Beim Davis Cup 2017 schoss der Kanadier Denis Shapovalov aus Frust nach einem verlorenen Ballwechsel seinen Ersatzball voll ins Gesicht des Stuhl-Schiedsrichters. Ganz sicher wollte Shapovalov nicht mit Absicht dem Schiri ein blaues Auge verpassen. Trotzdem brach der Schiedsrichter die Partie ab.

„Ich muss mich beim Schiedsrichter und allen Offiziellen entschuldigen. Mein Verhalten war nicht akzeptabel. Ich schäme mich. Es tut mir für meine Mannschaft und für mein Land leid“

Nächstes Mal den Tennisball einfach steil nach OBEN schießen 😉

Warum muss man beim Tennis stöhnen?

Als kleiner Junge auf dem Tennisplatz gab es dieses Gestöhne noch nicht. Man konnte damals auch noch Tennis im TV anschauen, ohne das der Nachbar denkt, man schaut sich einen Porno an. Der niederländische Tennisspieler Robin Haase konnte dieses Stöhnen beim ATP-Spiel gegen Gonzalo Lama auch nicht mehr aushalten. Kurzerhand versuchte Haase den Spieß umzudrehen. Doch nachdem er seinen Kraftschrei ausgestoßen hatte, entschied der Schiedsrichter auf Stören des Gegners (Hinderance) und sprach seinem Gegner den Punkt zu. Total paradox!

Warum viele Spieler beim Tennis stöhnen

Aber warum geben die Spieler diese Stöhngeräusche von sich? Früher haben das fast nur Tennisspielerinnen getan, ist das Stöhnen heute auch bei den Männern weit verbreitet.

Eine Theorie besagt, dass durch das Stöhnen das Schlaggeräusch des Balles übertönt werden soll. Durch das Maskieren des Schlags soll dem Gegenspieler die Reaktion erschwert werden, da er anhand des Schlaggeräuschs nicht feststellen kann, mit welcher Kraft und Spin der Ball getroffen wurde. Zudem stört das Grunzen den Gegner ungemein. Dadurch würde sich der Stöhnende einen unfairen Vorteil verschaffen. Eine Studie der University of British Columbia vom 1. Oktober 2010 beschäftigte sich gar mit diesem Phänomen. Der Forschungsartikel von Scott Sinnett und Alan Kingstone mit dem Titel „A Preliminary Investigation Regarding the Effect of Tennis Grunting: Does White Noise During a Tennis Shot Have a Negative Impact on Shot Perception?“ beschäftigte sich mit der Frage, ob es einen wissenschaftlichen Beweis für diese Vorteilsname gibt. Und tatsächlich kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Vorhandensein eines Fremdschall die Leistung in Bezug auf die Reaktionsgeschwindigkeit und Genauigkeit vermindert.

Umso mehr kann man Robin Haase und seine Reaktion im Video verstehen. Beim Tennis stöhnen nervt nicht nur, es ist auch eine unfaire Vorteilsnahme.

Friendly Fire

AUTSCH! Das tat weh! Ivan Dodig vergaß das Friendly Fire on ist und drosch den kleinen gelben Tennisball genau auf den Hinterkopf seinen Doppelpartners. Aber der Brasilianer Marcelo Melo ist ein harter Brocken und steckt was weg. Förderlich für ihr Spiel war der Volltreffer nicht, die beiden verloren 6:7 und 4:6.

Die diesjährigen Miami Open sind wirklich unterhaltsam. Erst zeigte Djokovic das er Eier aus Stahlt hat („Djokovic – Der wahre Man of Steel„). Und Melo machts mit Köpfchen. Wir sind gespannt, was noch geschieht 😉

Djokovic – Der wahre Man of Steel

Bei den Miami Open traf Novak Djokovic auf Kyle Edmund. Nach einem Aufschlagfehler schlägt Edmund den Ball etwas verunglückt zurück. Der Ball fliegt weit, weit in den Himmel. Auf den Kameras ist der Ball gar nicht mehr zu sehen. Als die kleine gelbe Kugel zurückkommt, fängt Djokovic den Tennisball mit einem atemberaubenden Taschen-Trick auf. Wahnsinn!

Unserer Meinung nach erhält der Tennisprofi den Preis für den „Coolsten Typen auf dem Tennisplatz“. Wer mit solch einer Eleganz und Coolness den Tennisball in seiner Hosentasche auffängt verdient diese Auszeichnung.

Wenn man sich die Zeitlupe ansieht, dann ist der Catch nochmal gut gegangen. Oder Novak D. ist neben Superman der wahre Man of Steel. Jedenfalls verzieht er keine Miene dabei.

Faire Geste von Jack Sock

Jack Sock hat das Publikum beim Tennis Hopman Cup 2016 im australischen Perth mit einer tollen Fair Play-Geste verblüfft. Der US-Amerikaner lag beim Stand 4:5 30:0 im ersten Satz zurück. Sein Gegner Lleyton Hewitt knallte daraufhin seinen ersten Aufschlag ins Aus – zumindest nahm das der Linienrichter an. Sock sah das anders und kommentierte den Aufschlag mit den Worten: „That was in if you want to challenge it!“. Linienrichter, Hewitt und das komplette Publikum konnten sich das Lachen nicht verkneifen. Also gesagt getan, Hewitt ließ den Aufschlag prüfen und siehe da: Der Aufschlag Hewitts landete direkt auf der Linie, was ein „Ass“ zu bedeuten hat und somit ein direkt erzielter Punkt beim Tennis* darstellt.

Hut ab Mr. Sock, von Ihrer Sorte sollte es mehr im Profisport geben!